5 Fehler, die du als Gründer vermeiden solltest

5 Fehler, die du als Gründer vermeiden solltest

Gründerfehler Nr. 1: Überoptimismus

Der Glaube an sich selbst ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die eine Gründerpersönlichkeit mitbringen sollte. Er treibt einen an, weiterzumachen, trotz zahlreicher Anfangsschwierigkeiten oder einer nervenaufreibenden 60-Stunden-Woche. Jedoch ist es eine schmale Gratwanderung zwischen einem gesunden Glauben an sich selbst und Überoptimismus. Gründer, die die Augen vor Problemen verschließen, werden ihr Unternehmen nicht langfristig erfolgreich führen können. Die einzig richtige und effektive Lösung ist dabei meist der Rat von Außenstehenden, die die Fähigkeit besitzen, rein sachliche Analysen von Situationen und Problemen aufzustellen.

Während die Geschäftsidee, das Produkt und das Marketing meist Glanzfächer darstellen, mit denen sich Gründer gerne beschäftigen, winden sie sich erfahrungsgemäß bei folgenden Fragen:

  • Wie genau wird der Vertrieb, also der direkte Kontakt zum Kunden, organisiert? Schaffst du es, persönlich zu überzeugen und das Angebot zum angemessenem Preis zu verkaufen? (Mein Tipp: Es gibt keine bessere Lernplattform für Vertrieb als BNI!)

  • Wie sieht der private und unternehmerische Kapitalbedarf aus? Stimmen Liquidität und Rentabilität? Wirst du genügend Produkte gewinnbringend absetzen können?

  • Wie genau hebst du dich von der Konkurrenz ab?

Fehler Nr. 2: Fehlende Gründerpersönlichkeit

Hast du überhaupt das Zeug zur Selbstständigkeit? Bist du eine potenzielle Gründerpersönlichkeit? Eine schwierige Frage, die nicht mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Doch zeigt die Beratungspraxis, dass die, die die Extrameile gehen, deutlich erfolgreicher sind. Gründen heißt kämpfen!

Grundsätzlich solltest du als Gründer folgende Kompetenzbereiche abdecken:

Fachliche Kompetenz

Bringst du das notwendige Fachwissen mit? Bist du auf dem aktuellsten Stand in deinem Fachgebiet? Diese Fragen sollte man sich vor dem Gründen definitiv stellen. Gerade im technischen Bereich sollten Gründer sehr engagiert sein, um immer auf dem neusten Stand zu sein. Sich auf bereits erworbenem Wissen ausruhen, war gestern. Heutzutage scheitern Gründer kläglich, wenn sie nicht die Bereitschaft besitzen, Neues zu lernen.
Ebenso gilt es, Bereitschaft zu zeigen, externes Wissen rund um die Betriebsgründung und -führung einzukaufen. So werden Fehler vermieden und zusätzliche Potenziale entfesselt. Unternehmensberater bzw. Gründungsberater sind hier die richtigen Ansprechpartner.

Personale Kompetenz

Wenn du ein Unternehmen gründen willst, solltest du dich fragen, ob du eine belastbare Persönlichkeit bist. Du solltest Misserfolge und Krisen wegstecken können und die Fähigkeit besitzen, ein hohes Arbeits- und Stresspensum über einen eventuell längeren Zeitraum auszuhalten. Ebenso gilt es, dass du bereit bist, kritisch Fehler zu reflektieren und daraus zu lernen. Gründer sollten also grundsätzlich über psychische Stabilität verfügen.

Soziale Kompetenz

Hast du das gewisse Fingerspitzengefühl, welches es bei der Einstellung von Mitarbeitern bedarf und bist du generell geübt im Umgang mit Menschen? Verfügst du über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten? Solltest du alle Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten können, bist du auf der sicheren Seite. Generell müssen Gründer also in der Lage sein, Unterstellte zu motivieren und Kunden von sich zu überzeugen. Zusätzlich sollten sie eine kreative, risikobereite und leidenschaftliche Persönlichkeit sein, die sich für ihr Fachgebiet immer wieder begeistern kann.

Und Kopf hoch für alle, die gemerkt haben, dass ihnen gewisse Kompetenzen fehlen. Die Lösung lautet: Entweder diese aneignen oder nach einer Person suchen, die das Gründungsteam mit den fehlenden Kompetenzen optimal ergänzt. Wichtig ist hier, dass man gut selbst reflektieren kann. Denn wenn du dir deine Schwächen nicht selbst eingestehst und dir vormachst, dass du alle Gründereigenschaften besitzt, wirst du schnell merken, dass sich die Probleme häufen und das Gründen nicht so verlaufen wird, wie du dir das vorgestellt hast.

Fehler Nr. 3: Geniales Angebot, aber niemand kauft es

Über diese Schwierigkeit sind schon viele Gründer gestolpert. Meist sind Gründer von ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung so überzeugt, dass sie denken, ihre Gründungsidee wäre derart revolutionär, dass Marktanalysen eher nebensächlich sind. Insbesondere fällt uns als Gründungsberater immer wieder auf, dass Angebote am Kundennutzen vorbeientwickelt werden. Selbst gestandene Unternehmen begehen diesen Fehler. Darum gilt: Entwickle dein Angebot gemeinsam mit dem Kunden.

Fehler Nr. 4: Unnötige Eile führt zu Fördermittelverlust

Existenzgründer können es meistens kaum erwarten zu gründen. Alles soll so schnell wie möglich vonstattengehen. Fördermittel und deren Beantragung hingegen dauern ihre Zeit, damit eine lückenlose Prüfung sichergestellt werden kann. Daran wird bereits deutlich, dass zwischen Existenzgründer und Fördermittel ein schwieriges Verhältnis herrscht. Häufig kommen Existenzgründer zu den entsprechenden Beratungsstellen zu spät. Das heißt, begehe als Gründer nicht den Fehler der Übereile und suche die entsprechenden Beratungsstellen nicht zu spät auf, damit vorgeschriebene Fristen und Laufzeiten eingehalten werden können. Häufige Fehler sind:

  • Selbst den Arbeitsvertrag kündigen, führt zu Verlust des Arbeitslosengeldanspruches und eventuell auch des Gründungszuschusses

  • Es wird direkt das Gewerbe angemeldet. Folge: bis zu 100% bezuschusste Gründungsberatung geht verloren. Ebenso ist der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit nicht mehr möglich.

  • Es werden Verträge unterschrieben, ohne die Förderfähigkeit der Leistung zu prüfen.

Ein Hinweis sei gegeben: Je Bundesland unterscheiden sich die Fördermöglichkeiten. Wende dich daher immer zuerst an einen Gründungsberater in deinem Bundesland vor Ort und lasse dir deine Möglichkeiten aufzeigen. In Sachsen übernimmt das gerne die avalia GmbH & Co. KG für dich ;-)

Fehler Nr. 5: Fehlender Mittelweg zwischen Planung und Quick & Dirty

Die Goldene Mitte – oft die beste Lösung, so auch bei einer Unternehmensgründung. Viele Gründer planen zu lange, weil sie Angst haben, Fehler zu begehen. Wobei experimentieren und Fehler machen zu einer Gründung des eigenen Unternehmens dazu gehören. Klar darf die richtige Planung und Vorbereitung bei der Unternehmensgründung nicht fehlen, aber irgendwann muss man den Sprung ins kalte Wasser wagen und anfangen, sein Produkt zu verkaufen. Deshalb gehe lieber einmal eher mit dem Angebot an den Markt, teste die Nachfrage und überentwickle dein Geschäftsmodell nicht! Die US-Amerikaner tun sich diesbezüglich schließlich auch nicht so schwer wie wir Deutschen und haben Erfolg damit.

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Über den Autor

Thomas Bruckert

Thomas Bruckert absolvierte das Studium Betriebswirtschaftslehre mit der Vertiefung Marketing an der TU Dresden. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er bei einer studentischen Unternehmensberatung. Die Erarbeitung eines Marketingkonzeptes für die TU Dresden, mit welchem diese den mit 100.000 Euro dotierten „Studieren in Fernost“-Preis gewann, stellte den Höhepunkt dieser beruflichen Etappe dar. Im Anschluss an sein Studium war Thomas Bruckert als PR-Berater für eine große PR-Agentur tätig, bevor er beschloss, mit seinen drei Mitstreitern die avalia zu gründen.